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  • 24.11.10 - Frankreich beschliesst Internet-Werbesteuer

  • Bis zu 20 Millionen Euro könnte die Sondersteuer einbringen.

    Adwords OnlinewerbungIm Zuge des Booms im Online-Werbe-Markt will die französische Regierung daran mitverdienen: Wer bei Unternehmen wie Google Internet-Anzeigen schaltet, soll künftig zahlen, schreibt Spiegel online. Während Google weltweit Milliarden mit Online-Werbung einstreicht, werden die Gewinne aus französischer Werbung hingegen in den USA versteuert, erklärt die Regierung in Paris.

    1 Prozent des Nettobetrags
    Deshalb will Frankreich nun eine Sonderabgabe auf Online-Werbung einführen. Wer bei Google und Co. Werbung schaltet, soll künftig ein Prozent des Nettobetrags an den Staat abführen. Zwischen 10 und 20 Millionen Euro im Jahr soll die neue Steuer dem französischen Fiskus bringen.

    Die Regierung begründet die Massnahme mit einem Ungleichgewicht: Die Werbung im Internet sei die einzige, die bisher nicht besteuert werde, heisst es in dem Begleittext zum Gesetzesvorschlag. Zum Vergleich: Allein die Abgaben auf Fernsehwerbung belaufen sich in Frankreich auf rund 70 Millionen Euro.

    Sondersteuer für Google
    Am Dienstag passierte der Gesetzentwurf den französischen Senat. Da der Text noch nicht in der Nationalversammlung beraten wurde, muss er noch einen Vermittlungsausschuss der beiden Parlamentskammern passieren. Dass das Gesetz gekippt wird, gilt als unwahrscheinlich.

    Alternativen zur Besteuerung der Werbetreibenden wurden verworfen. Werbeplattformen wie Google hätten ihren Sitz ausserhalb Frankreichs und könnten deswegen nur über eine Sondersteuer belangt werden, argumentierte der zuständige Senator Philippe Marini.

    Dominante Stellung
    Präsident Sarkozy hatte bereits Anfang des Jahres eine Sonderabgabe für Google sowie für dessen Konkurrenten gefordert. "Diese Unternehmen werden dort besteuert, wo sie ihren Sitz haben, dabei schöpfen sie einen Teil unseres Werbemarktes ab", sagte er. Sarkozy plädierte zudem dafür, die Wettbewerbshüter einzuschalten, um die dominante Stellung des US-Konzerns auf dem Online-Werbemarkt zu überprüfen. Die EU-Kommission lehnte dies aber zunächst ab. (Quelle: Spiegel online)

     


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