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  • 28.07.10 - Blindes Vertrauen ins Top-Ranking

  • Junge Internetnutzer hinterfragen Reihung von Suchergebnissen nicht.

    Evanston/Hamburg/Wien (pte/27.07.2010) Suchergebnissen im Web schenkt man umso mehr Glauben, je höher sie gereiht sind. Das zeigen Forscher der Northwestern University im "International Journal of Communication". "Viele Studenten denken, dass Seiten glaubwürdig sind, sobald Google sie auf Nummer eins setzt. Das kann zum Problem werden, da Suchmaschinen ihre Ergebnissen nach anderen Kriterien reihen", so Studienleiterin Eszter Hargittai.

     Hargittai stellte Studenten die Aufgabe, bestimmte Informationen im Internet ausfindig zu machen. Gewählt wurde dabei meist Google oder andere grosse Suchmaschinen wie Bing, Wikipedia, AOL und Facebook. In fast allen Fällen klickten die Probanden auf die obersten Suchergebnisse. Liess man sie einschätzen, wie glaubwürdig die jeweilige Seite sei, so gaben deren Layout oder Inhalt weit weniger Ausschlag als ihre Reihung im Ranking.

     Soziale Anerkennung ist Maßstab

     "Die Statistiken zeigen, dass die Internetnutzer bei der Recherche nur ein bis zwei, maximal drei Ergebnisseiten nach hinten sehen. Finden Sie die gewünschte Information nicht, ändern sie den Suchbegriff", erklärt Christoph Wendl, Geschäftsführer des Informationsdienstleisters Iphos IT Solutions, auf pressetext-Anfrage. Entsprechend wichtig sei die vordere Reihung einer Seite bei der Suche.

     Da "Glaubwürdigkeit" kaum zu operationalisieren ist, setzt Google in der Reihung der Zielseite auf die Anzahl ihrer Querverlinkungen auf anderen Seiten. "Weiterempfehlung und soziale Anerkennung durch andere Seiten wird somit als Massstab für das Ranking, zudem muss die Seite auf den Suchbegriff optimiert sein. Dadurch werden zwar nicht 100, jedoch 90 Prozent der relevanten Inhalte zuerst gereiht", so Wendl.

     Fahndung nach den Dränglern

     Dennoch schaffen es ab und zu unseriöse Seiten auf vordere Ränge der Suche. "Die Suchmaschinen-Optimierung hat sich heute zu einer gesamten Branche entwickelt. Wird allerdings versprochen, eine Seite innerhalb zwei Wochen auf Platz eins zu pushen, so sind oft unlautere Methoden im Spiel", erklärt Google-Sprecher Stefan Keuchel gegenüber pressetext. Dazu gehören etwa Techniken wie Linkfarmen oder Cloaking, die beide gegen Google-Richtlinien verstossen.

     "Wir wehren uns gegen solche Methoden. Es ist ja das Interesse von Google, seinen Index sauber zu halten", so der Sprecher des Suchanbieters. Sowohl computergestützt als auch durch Mitarbeiter, die Seiten prüfen, sollen derartige Fälle gefunden werden. Gelingt das, droht eine Rückreihung, im schlimmsten Fall die Entfernung aus den Suchergebnissen. "Es gibt ja kein Anrecht auf gute Reihung."

     Jugend fehlt es an Urteilskraft

     Die US-Forscher warnen hingegen vor der Google-Gläubigkeit bei Jugendlichen. Es sollte Aufgabe der Medienpädagogik in der Schule sein, mehr Gefühl für die Beurteilung von Seiten zu vermitteln. "Das Aufwachsen mit dem Web allein macht junge Menschen noch nicht zu intelligenteren Nutzern. Es wäre wichtig zu lernen, wie man die Glaubwürdigkeit einer Webseite misst", betont Hargittai. (Quelle: Pressetext)

     

     


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