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  • 21.04.10 - Recht auf Internet: User fordern Gratis-Zugang

  • World Wide Web soll Staatsdienst werden

    Die Vielschichtigkeit des Internets reicht mittlerweile in beinahe alle Lebensbereiche. Seine User fordern daher den kostenfreien oder zumindest günstigen Zugang für alle, wie das Zentrum für Technologiefolgenabschätzung (TA-SWISS) aufzeigt. Das Institut beschäftigt sich in einem Projekt mit der künftigen Entwicklung des World Wide Webs (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/100203020/) und ortet eine Nachfrage nach einem Netz "als Dienstleistung des Staates". Demzufolge soll das Internet ein "service public" des Bundes werden.

    "Der Zugang zum Internet muss nicht unbedingt gratis, aber für alle möglich sein", erklärt Danielle Bütschi, Projektverantwortliche bei TA-SWISS, die Forderungen der Schweizer im Gespräch mit pressetext. Diese seien nicht einfach zu erfüllen, weshalb an neuen Finanzierungsmodellen zur Schaffung von Infrastruktur gearbeitet werden müsse. So ist das Web anders als etwa die Briefmarke in verschiedenen Gebieten nach wie vor unterschiedlich teuer, was besonders auf entlegene Regionen zutrifft. Nach Ansicht der Bürger ist es Aufgabe des Staates, beispielsweise steuergeldfinanzierte Wireless-Hotspots "überall" zu installieren.

    Umgang mit Web unterschiedlich

    Gefordert seien sowohl Politik, Behörden, Wirtschaft wie auch Gesellschaft. Darüber hinaus müssten aber auch die Nutzer des Internets "bewusst und eigenverantwortlich handeln", um Missbrauch zu verhindern, da Sicherheit und Schutz nur teilweise garantiert werden könnten. So müsse etwa in Schulen eine stärkere Sensibilisierung stattfinden. "Zur Erlernung des Umgangs mit dem Internet existieren keine bundesweiten Regeln. Die Anstrengungen in den Schulen sind von Kanton zu Kanton unterschiedlich und nicht ausreichend", erläutert Bütschi gegenüber pressetext.

    Sowohl Kindern als auch Erwachsenen müsse gleichermaßen ermöglicht werden, zu lernen, wie Informationen im Internet zu verarbeiten und zu bewerten sind. Selbst bei vorhandener Infrastruktur unterscheiden sich die Voraussetzungen dafür jedoch deutlich, da ein stark differenzierter Umgang mit dem Web herrsche. Vermittelt werden müssten besonders Themen wie Sicherheit, Datenschutz, Gesundheit oder Ethik. Die Möglichkeiten des Internets sollten nach Meinung der Bürger außerdem innerhalb des demokratischen Prozesses vermehrt eingesetzt werden.

    Quelle: pressetext.ch


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