Kundenlogin

Näher am Geschehen.

Suchmaschinenwerbung

News

Aktuelles rund um GLOBONET

  • 23.03.10 - Chinesische Staatsmedien schießen gegen Google

  • Online Marketing

     

    Vorwurf: Internetriese lasse sich zum politischen Instrument machen

    Chinesische Staatsmedien schießen nun scharf gegen Google. Der Internetriese werde zu einem politischen Instrument, kritisierten am Samstag verschiedene Medien den von Google geplanten Rückzug aus China (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/100113024/). "Googles Schritte zeigen, dass die weltgrößte Suchmaschine ihre Geschäftsprinzipien verworfen hat und der Welt lieber ein Gesicht zeigt, das komplett politisiert ist", hieß es etwa von China Radio International.

    Die amerikanische Politik möge froh sein, dass Google so politisiert sei, aber es gebe keinen Zweifel, dass es sich um eine Tragöde eines berühmten internationalen Unternehmens handle, das seinen Ruf durch eine Innovation nach der anderen erarbeitet hätte. "Wie können Menschen glauben, dass die Suchergebnisse des Unternehmens nicht tendenziös sind, wenn ihm die Unabhängigkeit und die Geschäftsethik fehlen", kritisiert der Sender in einem Schreiben.

    Haltlose Vorwürfe

    Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua folgte kurz darauf mit ähnlicher Kritik. Google habe der chinesischen Regierung völlig haltlos vorgeworfen, Hacker zu unterstützen. "Leider zeigt Googles jüngstes Verhalten, dass das Unternehmen eine aktive Rolle beim Export von Kultur, Werten und Ideen einnimmt." Es sei unfair, dass Google seine eigenen Werte und Maßstäbe in Sachen Internetregulierung nach China bringen wolle. China habe seine eigenen bewährten Traditionen, Kultur und Werte, so Xinhua.

    Auch andere Medien kommentierten den geplanten Google-Rückzug verärgert. Google selbst nahm zu den Angriffen keine Stellung. Das Verhältnis zwischen dem Suchmaschinenbetreiber und China hat sich seit der ersten Ankündigung zu dem Kurswechsel in puncto Internetzensur deutlich verschlechtert.

    Die Spannungen nahmen unter anderem zu als Hillary Clinton in einer Rede Internetzensur verurteilte. China wiederum betont, dass Unternehmen, die in dem Land aktiv sind, die geltenden Gesetze und Richtlinien einzuhalten hätten. In Reaktion auf Clinton hieß es, der US-Standpunkt könne die Beziehungen zwischen den beiden Nationen gefährden.

    Ausstieg erwartet

    Nach monatelangen Verhandlungen darüber, ob Google seine Seite in China nun ohne Zensurmaßnahmen weiter betreiben kann oder nicht, scheint ein Ausstieg kurz bevor zu stehen. Wie vergangene Woche bekannt wurde, will Google seinen Rückzug nun wahrscheinlich am 10. April öffentlich machen.

    Quelle: pressetext.ch


zurück

Haben Sie Fragen?

Kontakt aufnehmen

Folgen Sie GLOBONET: