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  • 26.09.07 - Neue Domain Endungen möglich

  • Die Liberalisierung des obersten Adressraums wird das Internet verändern. «.com» ist der wichtigste Adressraum im Internet. Diese Adressräume sind seit Jahren Grund für harte Auseinandersetzungen. Im nächsten Jahr wird dieser oberste Adressraum liberalisiert. Experten erwarten, dass dieser Schritt das Internet verändern wird. So häufig wie .com ist kein anderer Adressraum im Internet zu finden ? «.ch» gehört aber immerhin zu den Top 20 der virtuellen Welt. Ganze Internetadressen mit solchen Endungen sind ein rares Gut ? und können deshalb ganz schön teuer werden. Das wissen alle, die schon einmal für eine Adresse zu spät gekommen sind. Die Schweizerische Eidgenossenschaft zum Beispiel: Der Bund hat vor ein paar Jahren 50 000 Franken für die Adresse schweiz.org bezahlt. Das sieht nach viel Geld aus, ist aber geradezu billig, verglichen mit den teuersten Internetadressen der Welt. Den Rekord erzielte Anfang 2006 die Adresse Sex.com: Sie wurde für 12 Millionen Dollar verkauft. Die Kombination des Reizwortes Sex mit dem Domainnamen «.com» scheint unwiderstehlich zu sein. Die Adressen sind so teuer, weil es sie nur einmal gibt. Wenigstens nur einmal pro Adressraum. Neben den Länderbereichen wie «.ch» für die Schweiz oder «.de» für Deutschland gibt es Domänen, die thematisch besetzt sind. «.com» steht für kommerzielle Angebote, «.org» für Organisationen, «.info» für Informationsdienste. Der «.com»-Adressraum ist sogar zum Synonym für den elektronischen Handel geworden. Firmen wie «Amazon.com» oder «Ebay.com» profitieren mit viel Gewinn davon. Zuständig für diesen obersten Adressraum des Internets ist die Internetbehörde Icann. Sie will diesen Adressraum erweitern und stärker diversifizieren. Bisher hat sie den Adressraum zwei Mal erweitert: Im Jahr 2000 und im Jahr 2004 hat sie 16 neue Namensbereiche zugelassen, darunter etwa «.eu» und «.asia». 2008 soll der oberste Adressraum freier werden: Wer über rund 100 000 Dollar und die technischen Möglichkeiten verfügt, kann eine eigene Domäne anbieten. Denkbar sind zum Beispiel geographische Kennungen wie «.basel» oder «.luzern». Ein erstes Projekt existiert bereits in Berlin: Wenn es nach dem Willen von Dirk Krischenowski geht, erhält die deutsche Hauptstadt im nächsten Jahr mit «.berlin» einen eigenen Adressraum. Das sei eine Chance, die Berlin «nachhaltige Wettbewerbsvorteile und Ertragsmöglichkeiten» bringen werde, meint Krischenowski. «Die zahlreichen .berlin-Domains stellen in diesem Namensraum Identität für jeden einzelnen Einwohner und seine Unternehmen, Organisationen und auch die Verwaltung dar.» Bald eigene Domäne für Google. Was Berlin kann, können andere Städte auch. Laut Krischenowski ist der Bewerbungsaufwand für das Einrichten einer neuen Domäne allerdings so hoch, dass es sich für eine Stadt mit weniger als einer Million Menschen nicht lohnt. Denkbar ist auch, dass sich Firmen wie Google oder Microsoft eigene Adressräume einrichten. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt ? vorausgesetzt, die Internet-Regulierungsbehörde Icann zieht mit. Denn auch wenn sie die Regeln im Netz lockern will, spielt sie bei der Schaffung neuer Adressbereiche weiterhin eine zentrale Rolle.


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