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  • 17.02.10 - Social Media für Werbung weiterhin ein Nischenthema

  • Anteil am digitalen Anzeigenmarkt nur 5,5 Prozent

    Werbung im Umfeld von Social Media hat sich nach wie vor nicht richtig durchgesetzt. Während soziale Netzwerke im Web weiterhin kräftig zulegen, kommt die Werbung dort nicht in Gang. Schon seit mehreren Jahren wird über die Problematik von Social Networks als Werbeumfeld diskutiert, doch eine Lösung scheint nach wie vor nicht gefunden. Wie aktuelle Zahlen von eMarketer zeigen, lag der Anteil von Social Media am digitalen Werbemarkt 2009 bei nur 5,5 Prozent.

    Das ergibt ein mäßiges Plus gegenüber dem Vorjahr, wo der Anteil bei fünf Prozent lag. Aber immerhin gab es in dem Bereich - anders als in vielen anderen Werbesegmenten - noch einen Zuwachs und kein Minus. Für dieses Jahr rechnen Branchenexperten mit einer Wachstumsrate von 14 Prozent.

    Langsames Umdenken

    Dass die Werbung im Social-Media-Umfeld noch immer nicht richtig in Schwung gekommen ist, hängt unter anderem damit zusammen, dass das Umdenken auf Marketer-Seite eher langsam geschieht. "Das klassische Werbedenken ist nach wie vor weit verbreitet. Werbetreibende müssen aber verstehen, dass Social Networking kein klassischer Kanal ist und sollten hier viel dialogischer vorgehen", meint David Nelles, Corporate Communications bei der Beratungsfirma virtual identity, gegenüber pressetext.

    Es sei wichtig, auf die Interaktion mit dem User zu setzen. "Ein Banner auf Facebook macht wenig Sinn, besser ist die Einrichtung von Fan-Pages", setzt Nelles fort. Die Mediennutzung habe sich verändert und darauf müssten sich die meisten erst einstellen. "Allerdings gibt es sehr wohl eine Entwicklung. Es ist zu beobachten, dass die Marketer nach und nach auf die Veränderungen eingehen", so der Social-Media-Experte.

    MySpace beeinflusst Statistik

    Mit ein Grund für die bescheidenen Zahlen ist laut eMarketer auch das seit längerem strauchelnde Netzwerk MySpace. Denn das einst so populäre Social Network, das auch ein breites Werbeumfeld geboten hat, befindet sich weiterhin auf Talfahrt und zieht die Werbespendings gleich mit. Von 2009 auf 2010 ist laut Experten mit einem Rückgang von 21 Prozent bei den Werbeinvestitionen auf der Plattform zu rechnen.

    Quelle: pressetext.ch


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