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  • 11.01.10 - Zeitungen trotz Web führend bei neuer Information

  • Internet kann laut US-Studie bei Lokalnachrichten nicht mit Print mithalten

    Zeitungen sind trotz Internetzeitalter weiterhin führend bei neuen Informationen. Im Bereich von Lokalnachrichten stellen tagesaktuelle Printmedien nach wie vor mehr Neuigkeiten bereit als Online-Portale. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle US-Untersuchung des Pew Research Center (http://people-press.org). Analysiert wurden sechs verschiedene Nachrichtenstränge im Großraum Baltimore.

    Weiterentwicklung fast ausschließlich in Zeitungen

    Die Berichterstattung über die sechs sich über eine Woche lang weiterentwickelnden Geschichten fiel in 83 Prozent der analysierten Beiträge in den Lokalmedien "wiederholend, ohne neue Information" aus, so das Studienergebnis. Davon abgesehen jedoch entfielen 95 Prozent der Artikel mit neuen, zusätzlichen Informationen auf Tageszeitungen. Andere Medien nutzten diese dann infolge als Basis ihrer Berichterstattung.

    "Bei lokaler Information sind die Zeitungen nach wie vor marktführend und werden es vermutlich auch noch lange bleiben", sagt Medienexperte Kai-Uwe Weidlich, Geschäftsführer des Medien Institut in Ludwigshafen, gegenüber pressetext. Darüber hinaus sei zu bedenken, dass die meisten Zeitungen ihren regionalen Content auch im Netz zur Verfügung stellten. "Da haben wir also ein perfektes Beispiel für echte Medienkonvergenz", so Weidlich weiter.

    Print bietet "andere" Information

    Die Frage, ob Druckmedien generell mehr Information bieten können als das Internet, müsse man wahrscheinlich verneinen, meint der Medienexperte. "Technisch gesehen kann das Web mehr Information zur Verfügung stellen. Print bietet "andere" Information, die vorstrukturiert und damit selektiert ist, ohne dass der Leser aktiv am Selektionsprozess teilnehmen muss", erläutert Weidlich im pressetext-Interview. Nicht zuletzt deshalb würde auch Google inzwischen in diesem Markt fischen und seinen Usern vorselektierte Infos anbieten.

    Insgesamt weniger Beiträge

    Bei einer der am stärksten aufgegriffenen analysierten Storys - Einschnitte beim US-Staatsbudget - zeigte sich, dass insgesamt ein Drittel weniger Beiträge veröffentlicht wurden als zu einer vergleichbaren Kürzungsrunde im Jahr 1991. Dabei ist die Quantität von Medienangeboten seitdem in der untersuchten Region deutlich gestiegen.

    Ob sich das Studienergebnis auf die allgemeine Nachrichtenlage, auch außerhalb dieser Region, umlegen lässt, ist fraglich. In jedem Fall stützen die Erkenntnisse jedoch das Argument vieler traditioneller Medien, dass digitale Plattformen häufig nur wiederverwerten und kommentieren, aber kaum neue Informationen bieten würden.

    Quelle: pressetext.ch


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